Flüssigkeiten

Vor allem im C-Einsatz ist es oft nötig, Flüssigkeiten zum Zwischenlagern in Behälter umzufüllen, bevor beispielsweise eine Leckage geschlossen ist. Dafür verwenden wir spezielle Pumpen und Armaturen, die besonderen Anforderungen genügen müssen. So dürfen sie beispielsweise nur eine genau definierte Oberflächentemperatur erzeugen, sollen eine zeitlang resistent gegen den Gefahrstoff sein und eine relativ geringe Förderleistung aufweisen, um den Stoff nicht durch Reibung im Schlauch statisch aufzuladen.




 

Pumpen



Kreiselpumpen sind quasi die "Klassiker" unter den Pumpen; ein Schaufelrad (Kreisel) bewegt durch Drehung um die eigene Achse die Flüssigkeit vom Einlass zum Auslass.
Unser Modell ist aus Edelstahl gefertigt und somit gegen nahezu alle flüssigen Gefahrstoffe beständig.
Der Nachteil aller Kreiselpumpen allerdings ist, dass sie nicht selbstansaugend sind und daher zunächst befüllt werden müssen. Enspechend entleert werden müssen sie dann auch nach ihrem Einsatz. Dieses Vorgehen ist mehr oder weniger umständlich und birgt die Gefahr, dass das zu pumpende Medium beim Befüllen oder Entleeren der Pumpe - oder später beim Abbau der Schlauchstrecke - an den Kupplungen ausläuft.
Schlauchpumpen umgehen den Nachteil der Kreiselpumpen, da sie selbstansaugend sin und die Schlauchstrecke mit ihnen restlos entleert werden kann.
In ihnen befindet sich ein u-förmig gebogener Schlauch, der sich am Gehäuse abstützt und der von einem sich drehenden dreieckigen Rotor gequetscht wird. Da jeweils nur ein Eckpunkt des Dreiecks den Schlauch quetscht, wird die Flüssigkeit darin vorangetrieben.
Neben der selbstansaugenden Tätigkeit ist vor allem vorteilhaft, dass darin auch kleinere Gegenstände (z.B. Verunreinigungen, Lappen, Dichtmaterial) bewegt werden können und dass es sich um ein geschlossenes System handelt, bei dem die Pumpe nicht direkt mit dem Medium in Berührung tritt.
Lediglich der Schlauch der Pumpe ist dem Medium ausgesetzt; dieser widerum ist allerdings z.B. gegen mineralölhaltige Flüssigkeiten nicht resistent (sofern es sich um eine Standard-Pumpe der Feuerwehr handelt).
Mit Handmembranpumpen lassen sich vor allem kleinere Mengen bewegen. Ihre Förderleistung hängt vor allem von der Ausdauer des Bedieners ab, da das Medium durch seine Muskelkraft bewegt wird. Deshalb eignen sie sich vor allem für die Umfüllung von Kleinstmengen oder aber besonders auch zur Befüllung und Entleerung der Kreiselpumpen und ihrer Schlauchstrecken.
Fasspumpen bestehen lediglich aus einem Motor und einem Ansaugrohr mit einem sich drehenden Flügelrad, dass die zu pumpende Flüssigkeit vor sich herschiebt.
Mit ihr kann direkt aus einem Behältnis heraus gepumpt werden. Pumpe und Ansaugrohr bilden eine Einheit, weshalb die Schlauchstrecke auch kürzer ist, als bei allen anderen Pumpen.
Auch sie ist vor allem für kleinere Mengen geeignet und aufgrund ihrer Bauweise relativ pflegeleicht, da nach ihrem Einsatz lediglich etwas Wasser mit ihr gepumpt werden muss, um sie zu reinigen.
Allerdings entwickelt sie durch ihre hohe Drehzahl starke Wärme, die durch das zu pumpende Medium selbst gekühlt wird. Wird der Durchfluss aber gehindert, kann das Medium zu kochen beginnen.