Übungen

Großübung der Gefahrstoffzüge 2011 in Zweibrücken

Am 20.05.2011 fand in Zweibrücken eine Großübung der Gefahrstoffzüge der Pfalz statt. Unter anderem nahm der GSZ RPK daran teil.

Die Großübung umfasste vier Szenarien, die als Stationen angelegt, über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren. Vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse behandelten zwei der Szenarien Unfälle mit radioaktiven Stoffen.
Zum einen wurde ein Verkehrsunfall simuliert, bei dem radioaktives Stückgut aus einem Transporter heraus auf den öffentlichen Verkehrsweg gelangte.
Zum anderen kam es im Labor eines Unternehmens zu einem Unfall mit radioaktiven Stoffen. Dabei wurden Mitarbeiter kontaminiert, die vom Gefahrstoffzug gerettet und dekontaminiert wurden.

Die beiden anderen Stationen simulierten den Austritt flüssiger Gefahrstoffe. Eine der Übung hatte den Austritt aus einem abgestellten LKW-Anhänger zum Gegenstand, in der anderen trat das Gefahrgut aus einer unter Druck stehenden Leitung aus. Bei beiden Übungen war es Aufgabe des Gefahrstoffzugs, die weitere Ausbreitung zu verhindern und ausgetretenes Medium soweit möglich aufzunehmen.





Belastungsübung Atemschutz

Jedes Mitglied der Feuerwehr muss jährlich eine Belastungsübung und einen Einsatz bzw. eine Einsatzübung als Atemschutzgeräteträger absolvieren. Die Übung umfasst eine Art "Fitness"-Prüfung, die z.B. aus dem Besteigen einer Endlosleiter, dem Laufen auf einem Band und dem Ziehen eines Schlaghammers besteht - jeweils ausgerüstet mit der persönlichen Schutzausrüstung und einem Atemschutzgerät.
Die jeweils zu erbringende Leistung ist je nach Altersklasse genau definiert.
Im Anschluss daran muss das Feuerwehrmitglied eine Atemschutzstrecke - ebenfalls mit voller Einsatzausrüstung - begehen, auf der in völliger Dunkelheit mittels Hindernissen sein Orientierungsvermögen geprüft wird.





Großübung AKW Philippsburg 2010

Unter Beteiligung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD) fand am 8. Oktober 2010 eine länderübergreifende Großübung um das Atomkraftwerk Philippsburg (Baden-Württemberg) statt. Einbezogen waren Kräfte und Katastrophenschutzstäbe aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.
Unter anderem war der Gefahrstoffzug des Rhein-Pfalz-Kreises an der Übung beteiligt. Weitere Kräfte waren auch Stäbe des Landkreises Germersheim, der Stadtverwaltung Speyer, die Landkreise Südliche Weinstraße, Bad Dürkheim, die Stadtverwaltungen Neustadt, Ludwigshafen und Landau.

Aufgabe des Gefahrstoffzug des Rhein-Pfalz-Kreises war es, zusammen mit Kräften der Feuerwehren Ludwigshafen, Mainz, Kaiserslautern, Frankenthal, Worms, Speyer, Neustadt a.d.Wstr., Landau und Wörth Strahlenmesstrupps aufzustellen und an genau definierten Stellen die im Rahmen der Übung simulierte Strahlung zu messen.

Ziel der Übung war das Proben der Zusammenarbeit und der Kommunikation der eingesetzten Kräfte.

Das AKW Philippsburg betreibt einen Siedewasserreaktor und einen Druckwasserreaktor.





Funktionsweise eines Kernkraftwerks 


Großübung ChemPS in Pirmasens am 29.05.2010

Zusammen mit den Gefahrstoffzügen Bad Dürkheim, Donnersbergkreis, Frankenthal, Germersheim, Kaiserslautern, Kusel, Landau, Neustadt, Pirmasens, Speyer, Südliche Weinstraße, Südwestpfalz und Zweibrücken hat der Gefahrstoffzug Rhein-Pfalz-Kreis unter Leitung und Organisation der Freiwilligen Feuerwehr Pirmasens an der dortigen Großübung teilgenommen. Dabei wurden von allen Gefahrstoffzügen, die zu Verbänden zusammengefasst wurden, vier realistische Szenarien durchgespielt.
Der Gefahrstoffzug Rhein-Pfalz-Kreis bildete zusammen mit den Gefahrstoffzügen Speyer, Frankenthal und dem des Landkreises Bad Dürkheim einen Verband.
Die Verbände haben alle Stationen rotierend durchlaufen.




 

unser Team bei der ChemPS

1. Szenario: Unfall im Chemiesaal des Hugo-Ball-Gymnasiums in Pirmasens

Eine Holzkiste, gefüllt mit verschiedenen säure- und laugehaltigen Gebinden, ist von einem Labortisch gefallen.
Dabei zerbarsten einige der Behälter. Die Schule wurde planmäßig evakuiert; jedoch verblieben sieben Schüler und ein Lehrer verletzt zurück. Die Verletzten wurden gerettet, dekontaminiert, versorgt und betreut.
Dafür wurde u.a. eine Dekontaminationsstation (Dekon-P) von der Dekon-Gruppe Speyer aufgebaut. Parallel dazu wurden Säuren und Laugen gebunden und aufgenommen.





2. Szenario: Chemikalienfässer in Regenrückhaltebecken

Im Regenrückhaltebecken in der Bottenbacher Straße in Pirmasens wurden mehrere, vermutlich illegal entsorgte, Fässer mit Chemikalien gefunden.
Die Fässer sind offensichtlich eine steile Böschung heruntergerollt worden. Dadurch wurde die Bergung erheblich erschwert.
Unter umfangreichen Absicherungsmaßnahmen ist ein Trupp die Böschung hinab gestiegen. Der Trupp führte Explosionsmessungen und eine erste Sichtung der Fässer durch. Anschließend wurden die Fässer in einer Wannentrage an der Seilwinde eines Rüstwagen I (UNIMOG) heraufgezogen. Auch hier wurde von der Speyrer Dekon-Gruppe eine Personendekontaminationsstation aufgebaut.





3. Szenario: Bruch einer Ammoniakleitung

In einer Pirmasenser Brauerei hat ein herabstürzender Stahlträger eine Kühlleitung durch die Ammoniak läuft, zerbrochen. Von den drei anwesenden Mitarbeitern konnten sich zwei ins Freie retten, der dritte blieb verletzt zurück und musste von einem Trupp der Feuerwehr gerettet werden, was nach der Durchsuchung des vernebelten Gebäudes gelang.
Da der Stahlträger auch die Elektrosteuerung des Gebäudeteils zerstört hatte, konnte die Leitung nicht ferngesteuert stillgelegt werden. Zwei Trupps des Verbandes mussten unter schwerem Chemieschutz die Leckage mechanisch verschließen. Auch hier wurde die obligatorische Dekontaminationsstation aufgebaut und betrieben.





4. Szenario: Auslaufendes Produkt bei der Firma profine GmbH, Kömmerling Kunststoffe, Pirmasens

Beim Entladen eines Anliefer-LKW mit einem Gabelstapler, hat dessen Fahrer einen Behälter mit Chemikalien aufgerissen. Die Flüssigkeit lief aus, der Staplerfahrer lag verletzt bei seinem Fahrzeug. Nach seiner Rettung durch die Feuerwehr ging ein Trupp unter schwerem Atemschutz vor, um die Lage zu beurteilen, Messungen vorzunehmen und Erstmaßnahmen einzuleiten.
Dabei wurde die Chemikalie identifiziert (Epichlorhydrin) und eine Explosionsgefahr festgestellt. Unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen wurde der Behälter abgedichtet und umgepumpt.





Dekontaminationsübung

Diese Dekontaminationsübung auf dem Schifferstadter Messplatz wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Feuerwehren durchgeführt um das Zusammenwirken der einzelnen Einsatzkräfte zu üben.





Allgemeine Feuerwehrübung am 21.3.10

Ziel der Allgemeinen Feuerwehrübung war es, Feuerwehrleuten die nicht Mitglieder des Gefahstoffzugs sind schwerpunktmäßig in die Personendekontamination (Aufbau und Vorführung einer Dekontaminationsstelle), die Möglichkeiten des Schadstoffnachweises mit Messgeräten, die Stromversorgung an der Einsatzstelle vom Fahrzeug aus und in die allgemeine Fahrzeugkunde einzuführen.





Belastungsübungen Chemieschutzanzug

Routine beim Gefahrstoffzug sind Belastungsübungen in Chemieschutzanzügen. Hier soll sich der Träger durch die Verrichtung von Arbeiten - z.B. das Abdichten leckgeschlagener Behälter, Transport schweren Gerätes oder Verbinden von Kupplungen - an die erschwerten Arbeitsbedingungen unter dem Anzug und mit Pressluftatmern gewöhnen.
Solche Übungen sind in regelmäßigen Abständen vorgeschrieben und Voraussetzung für die Arbeit im Gefahrstoffzug.





Fahrzeugdekontamination

Hier wird der Aufbau einer Großdekontaminationsstelle für Fahrzeuge geübt. Diese Dekontaminationseinrichtung wird z.B. beim Ausbruch von Seuchen benötigt, um die Verschleppungsgefahr durch Fahrzeuge zu reduzieren. Dabei fährt das KFZ durch eine desinfizierende Lösung und wird dabei durch den Sprühbogen mit der Lösung eingenebelt.
Nicht im Bild zu sehen sind die hierfür benötigten Zumischarmaturen und -anlagen.





Großübung Bahnunfall

Diese Großübung zusammen mit anderen Feuerwehren des Landkreises, der Polizei, des THWs und Rettungsdiensten haben wir 2001 organisiert und im Industriegebiet Süd in Schifferstadt durchgeführt.
Das Szenario sah den gleichzeitig geschehenen Unfall eines Personen- und Güterzugs vor, wobei letzterer mit Gefahrgut beladen und von einem PKW gerammt wurde.